Bewusster schenken ♡ Weihnachtsgeschenke für den schmalen Taler und das gute Gewissen

Ich habe mir vorgenommen, dass dieses Jahr (im Hinblick auf Weihnachten) alles anders wird… (was auch sonst?!). Weniger Stress, weniger Konsum, weniger Reizüberflutung im Social Web und in den Gassen Erfurts. Dafür mehr Besinnlichkeit, mehr Entspannung und mehr „das, worauf es wirklich ankommt“.

In meiner Traumvorstellung erlebe ich die Adventszeit voller Harmonie, ohne Hektik und mit so wenig Terminen wie möglich. Wie sich die Sache in der Realität gestalten wird? We will see… So ganz traue ich meinem Vorsatz ja selbst noch nicht. Aber ich bin fest entschlossen, mein Bestes zu geben und so kommt es, dass ich mir schon Ende Oktober ein paar Gedanken zum Thema Weihnachtsgeschenke gemacht habe.

Mein Ziel: Menschen, die ich liebe, mit Herz und Verstand beschenken. Nicht um des Schenkens Willen, sondern aus Überzeugung und mit gutem Gewissen.

Was das konkret bedeutet? Weiß ich selbst nicht. Aber ich weiß, dass mir beim „drauf Rumdenken“ ein paar (wie ich finde) echt gute Ideen gekommen sind. Ich gebe ihnen den Arbeitstitel „Weihnachtsgeschenke für den schmalen Taler“ – obwohl der Faktor Geld (sparen) für mich gar nicht im Fokus stand.

Vielmehr könnte ich auch schreiben: „Weihnachtsgeschenke für‘s gute Gewissen“ oder „Weihnachtsgeschenke, die von Herzen und nicht aus der Konsumhölle kommen“. Ich glaube, du weißt jetzt, worauf ich hinaus will.

Es geht mir schlichtweg darum, dem Kaufen-Kaufen-Kaufen-Wahnsinn des Weihnachtsfests abzudanken und stattdessen bewusster zu schenken. Mit der nötigen Liebe zum Detail. Aufmerksam. Individuell.

Ich denke, das ist genug Epilog. Legen wir los mit den Geschenkideen.

Pflanzenableger ♡ für Botanik-Liebhaber und die, die es noch werden wollen.

In diesem Jahr habe ich mich in eine waschechte crazy plantlady verwandelt. Ich mochte Zimmerpflanzen eigentlich schon immer, aber dieses Jahr ist es irgendwie eskaliert. In unserer Wohnung grünt und blüht es und mir schießt ständig der gleiche Gedanke durch den Kopf: ICH WILL MEEEEEEHR!

Pflanzen sind schlichtweg großartig. Ich finde sie beruhigend, heilsam und natürlich auch absolut dekorativ. Genug Gründe, um sie auch an andere zu verschenken! Doch anstatt zum nächsten Floristen oder ins Gartenzentrum meines Vertrauens zu rennen, habe ich mir eine andere Taktik überlegt: Ich mache Pflanzenableger und gebe diese als kleine Aufmerksamkeiten an andere crazy plantladys und -gentlemen weiter.

Das ist nicht nur ultragünstig, sondern bringt in meinen Augen auch einen enorm großen symbolischen Wert mit sich. Denn durch die Ableger teile ich das, was mir selbst ziemlich große Freude bereitet. Na, ganz schön weihnachtlich, oder?!

Plätzchen ♡ Old but Gold

Klassiker. No more words needed.

Es gab eine Zeit, da fand ich es irgendwie unkreativ und ziemlich lame, Plätzchen zu verschenken. Das war jedoch, bevor ich jemals allein (also ohne Mutti) Plätzchen gebacken habe. Jetzt, um ein paar Erfahrungen und Erkenntnisse reicher, weiß ich: Wer Plätzchen verschenkt, verschenkt ein hartes Stück Arbeit!

Im Ernst: Wie viel Zeit für die Dinger drauf geht! Und Nerven! Ich weiß ja nicht, wie es in deiner Küche nach getaner Arbeit aussieht, aber meine gleicht einem Schlachtfeld. Doch umso stolzer bin ich, wenn am Ende etwas daraus resultiert, das ich nicht nur vorzeigbar finde, sondern auch mit Freuden verschenke.

Kleiner Nachhaltigkeits-Tipp am Rande: Verschenke Plätzchen (und andere Naschereien) nicht in diesen duchsichtigen Plastik-Tütchen, sondern im Schraubglas. Das ist nicht nur ressourcenschonend, sondern sieht auch noch viel besser aus.

selbst gestrickte Stirnbänder ♡ DIY for the win!

Nun wird es ein bisschen spezieller. Denn um selbst gestrickte Stirnbänder zu verschenken, musst du natürlich stricken können. Oder häkeln. Meinetwegen kannst du die Stirnbänder auch nähen, wenn du das willst und kannst.

Der Punkt ist: Mache etwas selber. DIY [:diiiiii ei uwaiii:] – wie man heutzutage so gern sagt – lautet das Zauberwort. Denn so abgedroschen es auch klingen mag: Etwas, das man selbst erschaffen hat und das es so nur ein einziges Mal auf der Welt gibt, ist doch wohl der beste Ausdruck von Wertschätzung.

Und warum ausgerechnet Stirnbänder, fragst du dich jetzt. Ganz einfach:

  • sie sind praktisch
  • sie sind schön
  • sie lassen sich in wenigen Stunden stricken/häkeln/nähen (anders als beispielsweise ein Schal)

schöne Dinge vom Flohmarkt ♡ Alte Schätze in neuem Glanz

Etwas Gebrauchtes zu Weihnachten verschenken – geht das?!

Ich denke: Ja… wenn das Geschenk eine gewisse Qualität aufweist und etwas Spezielles ist, das perfekt zur/zum Beschenkten passt.

Voraussetzung hierfür ist natürlich, dass du den Menschen, dem du eine Freude machen möchtest, sehr gut kennst. Schenken Level 25 sozusagen. Ich bin aber fest davon überzeugt, dass man mit etwas Fingerspitzengefühl und dem richtigen Riecher ein ganz besonderes Geschenk auf dem Flohmarkt oder im Second Hand-Shop finden kann.

Dass das Ganze zum Teil auch noch superbillig ist (die abgebildeten Retro-Schlittschuhe hat der Freund für sagenhafte 5 Euro geschossen!), ist natürlich die Kirsche auf dem Sahneberg.

Kalender ♡ Weil die Zeit rennt

Zum Abschluss des Beitrags möchte ich noch ein ganz klein wenig die Werbetrommel für mein eigenes Tun rühren – denn ich glaube, dass ich zwei Produkte erschaffen habe, die durchaus als Weihnachtsgeschenke für den schmalen Taler UND die letzte Minute bezeichnet werden können:

Beide Kalender sind kostenlose Printables. Das heißt: Du lädst die Datei einfach herunter und kannst die Kalender dann zuhause ausdrucken – gern auch kurz vor der Angst am Morgen des 24. Dezembers.

Die Adventszeit ist inzwischen in vollem Gange, das Weihnachtsfest naht mit großen Schritten – und versuche natürlich, an meinem Vorsatz festzuhalten. Weniger Stress, dafür umso mehr bewusstes Wahrnehmen. Gelingt bisher sehr gut ♡