Nachhaltige Visitenkarten selber machen ♡ #ichfindsgelb

Werbung | Dieser Beitrag ist in freundlicher Kooperation mit gelbeseiten.de im Rahmen der Kampagne #ichfindsgelb entstanden.


 

Als ich mich im Sommer 2015 selbstständig gemacht habe, war es ein ganz besonderer Moment für mich, als ich meine ersten eigenen Visitenkarten in den Händen hielt. Quadratisch, mit abgerundeten Ecken – laut Aussage meines Vaters leicht mit Bierdeckeln zu verwechseln – und mit so einer unfassbar schönen Haptik: Ich war verliebt und mächtig stolz. Denn auch wenn es letztlich nur bedrucktes Papier war, stellten die Karten für mich einen ersten kleinen Meilenstein meiner Selbstständigkeit dar. Meinen Namen, meine Internetadresse und Kontaktdaten darauf zu lesen und mein selbstdesigntes Logo zu betrachten, fühlte sich so unglaublich erwachsen, so richtig business-mäßig an.

Ich fand es einfach großartig – und stellte trotzdem schon bald fest, dass klassische Visitenkarten inzwischen ziemlich überholt sind. Von den 50 Karten, die ich vor fünf Jahren bestellt habe, habe ich jetzt immer noch einige – selbstverständlich mit veralteten Infos und daher unbrauchbar. Auch die nächste Charge Visitenkarten, die ich bestellte – dieses Mal im typischen Businesscard-Format und mit einem Foto von mir auf der Rückseite – wurde nie aufgebraucht und fristet nun ein tristes Dasein in meiner Schreibtischschublade.

Das „Problem“ an der Sache? In Zeiten von Instagram, Xing und Co. werden Visitenkarten nur noch selten ausgetauscht. Doch so ganz ohne geht es irgendwie auch nicht… Denn irgendwann trifft man doch mal jemanden, der gern ein Kärtchen als Gedankenstütze hätte. 

Nur: Für diese drei Sonderfälle im Jahr 50 oder mehr Visitenkarten drucken und womöglich auch noch mit der Post zusenden lassen? Nicht sonderlich sinnvoll – und erst recht nicht nachhaltig! Also überlegte ich mir eine Alternativlösung, die ich dir hier gern vorstellen möchte.

Stempel für Visitenkarten? #ichfindsgelb!

Bevor ich mich voreilig in mein Projekt stürzte, überlegte ich mir erst einmal, was genau ich alles für meine nachhaltigen Visitenkarten brauchen würde. Der Plan stand schnell fest: Ich wollte mir Kärtchen aus Pappkarton-Resten zurechtschneiden und meine Kontaktdaten mithilfe eines Holzstempels darauf „verewigen“.

Keine schlechte Idee – doch woher bekommt man einen solchen Stempel im richtigen Format und auf den alle benötigten Infos passen?

Mir war klar: Wenn schon nachhaltig, dann richtig! Anbieter aus dem Netz fielen darum kategorisch für mich raus. Ich wollte ein lokales Geschäft mit meinem Kauf unterstützen und machte mich mithilfe der App von Gelbe Seiten auf die Suche nach einem passenden Laden. Denn: #ichfindsgelb

Anders als bei gängigen Suchmaschinen kann ich in der App von Gelbe Seiten sehr viel spezifischer suchen und erhalte zu allen Treffern wichtige Details wie Kontaktdaten, Öffnungszeiten, Bewertungen oder die Entfernung vom eigenen Standort. So wurde ich schließlich auch in Rekordzeit fündig. Statt mich erstmal durch x Anzeigen wühlen zu müssen („Nei-hein, ich möchte NICHT in eurem Onlineshop in China bestellen!“), war schon das erste Ergebnis, das mir hier angezeigt wurde, genau das, wonach ich Ausschau gehalten hatte: Ein inhabergeführtes Ladengeschäft nur wenige hundert Meter von meiner Wohnung entfernt, das mir exakt das Produkt anbot, das ich für mein Vorhaben brauchte. Volltreffer!

Das richtige Design: Zeitlos und auf das Wesentliche beschränkt

Weil ich genaue Vorstellungen davon hatte, wie meine Visitenkarten später aussehen sollten, kümmerte ich mich selbst um das Layout. Doch sicher hätte das auch ein Mitarbeiter des Geschäfts für mich übernommen.

Mithilfe von Canva (meinem allerbesten Freund und Helfer in Sachen Design) erstellte ich eine Stempel-Vorlage mit allen wichtigen, aber trotzdem „zeitlosen“ Kontaktmöglichkeiten.

Denn auch das macht eine nachhaltige Visitenkarte meiner Meinung nach aus: Sie darf nicht nach dem nächsten Umzug oder einem Wechsel des Mobilfunk-Anbieters veraltet sein.

Ich entschied mich also ganz bewusst dagegen, meine Adresse und eine Telefon- bzw. Handynummer anzugeben. (Wer mir etwas zuschicken oder mit mir telefonieren möchte, kann die entsprechenden Infos im Netz suchen…)

Stattdessen beschränkte ich mich auf meine Webseite, meine Email-Adresse und meine drei wichtigsten Social Media-Präsenzen: Instagram, Xing und Twitter.

Warum kein Facebook? Weil ich dort sowieso kaum noch (beruflich) aktiv bin. Wer mein Business auf Facebook liken möchte, findet es über meinen Klarnamen. 

Um meinen Visitenkarten trotz aller Schlichtheit doch noch das „gewisse Etwas“ zu verleihen, platzierte ich oben über allen Angaben mein Logo. Dieser Eyecatcher rundete das Ganze in meinen Augen perfekt ab, ohne es zu überladen. Fertig war das nachhaltige Visitenkarten-Design made by myself.

Ich schickte das Layout als .png an den Laden und dieser produzierte meinen gewünschten Holzstempel innerhalb einer halben Woche. Dann konnte ich das Prachtstück direkt um die Ecke abholen. Ich war rundum zufrieden.

Die Sache mit dem Preis

Ich gebe zu, ganz kurz musste ich nach Luft schnappen, als ich den Preis für den Stempel erfahren habe. Doch so richtig überrascht war ich nicht, denn schließlich ist er auch ziemlich groß.

Fakt ist: Ich habe für meinen individuellen Holzstempel mit den Maßen 85 x 55 mm 44,30 Euro brutto bezahlt (7,07 Euro davon kann ich von der Steuer absetzen).

Fakt ist aber eben auch: Eine ähnliche Summe habe ich für alle meine bisherigen Visitenkarten ebenfalls ausgegeben. Langfristig betrachtet scheint mir der Stempel also die sinnvollere, nachhaltigere und preisgünstigere Investition gewesen zu sein.

DIY: Nachhaltige Visitenkarten mit Pappe und Stempel

Als ich den Stempel erst einmal hatte, war der weitere Prozess ein Selbstläufer. Denn alles, was ich sonst noch für meine nachhaltigen Selfmade-Visitenkarten brauchte, hatte ich bereits zuhause:

  • Pappe (ich empfehle nicht zu starke und vor allen Dingen glatte!) oder sehr starkes Papier
  • Schere
  • Bleistift
  • Radiergummi
  • Stempelkissen
  • eine Visitenkarte (als Vorlage)

Als erstes nimmst du die Visitenkarte (also irgendeine, die bei dir zuhause rumfliegt) als Vorlage, damit deine eigenen später das gleiche Format haben. Zeichne die Linien mit Bleistift auf die Pappe oder das Papier, schneide die einzelnen Rechtecke aus und radiere anschließend noch sichtbare Linien wieder weg.

Info: Ich habe mich für das klassische Visitenkartenformat 85 x 55 mm entschieden. Du kannst aber auch jedes andere – beispielsweise ein quadratisches – wählen und deinen Stempel dementsprechend anfertigen lassen. Hier bist zu ziemlich flexibel!

Jede Visitenkarte ein Unikat

Hast du die einzelnen Kärtchen ausgeschnitten, kommt endlich der Moment der Wahrheit, auf den ich fast schon sehnsüchtig gewartet habe: Das Bestempeln.

Aus früheren Projekten weiß ich: Was wie ein Kinderspiel daherkommt, ist tatsächlich eine Wissenschaft für sich! Damit das Ergebnis am Ende zufriedenstellend ist und alle Angaben gut lesbar sind, solltest du wirklich sorgfältig arbeiten. Das bedeutet konkret:

  • Sorge dafür, dass überall auf dem Stempel ausreichend Farbe ist
  • Lass dir Zeit bei der Ausrichtung, damit du deine Visitenkarten nicht schräg bestempelst
  • Drücke den Stempel fest und gleichmäßig auf die Kärtchen
Trotz aller Sorgfalt musste ich feststellen, dass jedes Ergebnis aufs Neue eine Überraschung ist und somit auch jede Visitenkarte anders aussieht. Ich stehe total auf Unikate und habe mich deswegen immer wieder gefreut, wenn hier mal ein Stück vom Twitter-Vögelchen fehlte und dort Farbe an Stellen war, wo eigentlich keine sein sollte.
Genau dieses Charmant-Unperfekte ist es doch letztlich, was DIY-Projekte wie meine nachhaltigen Visitenkarten auszeichnet.

Immer so viele Visitenkarten, wie ich gerade brauche

Ich bin wirklich sehr zufrieden – sowohl mit dem Ergebnis meiner ursprünglichen Idee als auch mit dem Weg dorthin.

Von nun an müssen keine veralteten Visitenkarten mehr in meinem Schreibtischschubfach versauern, weil sie keine Abnehmer finden oder nicht mehr aktuell sind. Stattdessen produziere ich mir einfach immer genau so viele Kärtchen, wie ich gerade brauche. Dank meines zeitlosen Stempels ist das nun kein Problem mehr.

Ich hoffe, dass ich dich mit diesem Beitrag inspirieren konnte. Wie du siehst, sind es oftmals schon ganz kleine Dinge und einfache Veränderungen, die dein Leben ein bisschen nachhaltiger gestalten.

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