Natürliche Osterdeko | nachhaltig, günstig und einfach hübsch

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Ich bin, was das Thema Osterdeko angeht, sehr durch meine Mutter… ich sag mal: vorbelastet. In meiner Kindheit war es ein festes Ritual, dass jedes Jahr parallel zu den ersten Anzeichen von Frühling eine ganze Armee von Hasen, Küken und Lämmchen in unser Wohnzimmer einzog und dabei von Unmengen farbiger Eier flankiert wurde. Osterdeko stand bei uns stets unter dem Motto: Mehr ist mehr.

Es wundert mich daher kein bisschen, dass ich nun, mittlerweile selbst längst im Erwachsenenalter angekommen, die Jahre des Oster-Overloads erst einmal verdauen muss und es eher ruhig angehen lasse. Deko zum christlichen Fest der Wiedergeburt war daher – um es einmal klar zu formulieren – ein absolutes No-Go für mich. Zu tief saßen die Erinnerungen an all die „niedlichen“ Geschöpfe in der elterlichen Stube in meinem Kopf.

Letztes Jahr dann schließlich, wir befanden uns noch am Anfang von Miss Ronnys erdrückender Herrschaft und hatten ja keine Ahnung, wie arg das alles noch werden würde, sehnte ich mich plötzlich nach etwas Geborgenheit in Form von Oster-Feeling und schmückte kurzerhand einen kleinen Osterstrauß mit beigen Eiern aus Packpapier. Ziemlich unaufgeregt, aber ganz nach meinem Geschmack. (Funfact: Der Strauß aus abgebrochenen Buchenzweigen inklusive Papier-Eiern blieb das ganze Jahr über stehen und wurde nun zu 100 % in die diesjährige Oster-Deko integriert, Beweisfotos s.u.)

Osterdeko und ich: Eine junge, aufkeimende Liebe

Ein Jahr später, Coronny ist immer noch am Start, ist meine Lust auf österliche Dekoration nochmals gewachsen – ich hätte das selbst nie für möglich gehalten.

Die Frage, die nun im Raum stand, war nicht, ob ich Osterdeko haben möchte, sondern wie eine Osterdeko nach meinem Geschmack aussehen könnte. Schnell war klar: Plastikeier, mit Synthetik-Wolle beklebte Lämmer und quietschbunte Osterhasen kommen mir ganz sicher nicht in die Bude (An die, die das mögen: No offence, please!).

Nach ein bisschen Brainstorming wurde klar, in welche (wenig überraschende) Richtung es gehen sollte: Natürlich, möglichst nachhaltig, wenig bunt und „unaufgeregt“. Wie ich diesen Oster-Stil in der Praxis umgesetzt habe, möchte ich dir nachfolgend gern anhand von drei DIYs zeigen: Einem Blumenkranz aus Trockenblumen, einem Osternest mit Wachteleiern und einem (nicht ganz) klassischen Osterstrauß.

Der kleine, feine Blumenkranz aus Trockenblumen

Oster-Projekt Nr. 1 sollte ursprünglich ein Bestandteil des Osternests werden. Doch als ich den Kranz aus Trockenblumen fertig gebunden hatte, stellte ich fest, dass dieser auch ohne Schale, Wachteleier und Co. eine überraschend gute Figur macht.

Überrascht war ich im Übrigen, weil es das erste Mal war, dass ich mich an einen solchen Kranz gewagt habe. Was in meiner Vorstellung immer mit verknoteten Fingern und einer nervigen Frickelei verbunden war, entpuppte sich schnell als meditative Bastelei mit Wohlfühlfaktor! Ganz ehrlich: Es ist wirklich einfach!

Was du für den Trockenblumen-Kranz brauchst

♥ Trockenblumen, Gräser, Federn, … deiner Wahl

♥ Draht

♥ Jutestrick, Kordel o. ä.

♥ (Nagel-) Schere

Und so funktioniert's

1. Forme aus dem Draht einen Kreis und umwickle diesen anschließend nochmals mit Draht für mehr Stabilität – bei kleinen Kränzen reicht einmal umwickeln, je größer du den Kranz haben möchtest, desto mehr musst du wickeln (alternativ kannst du für große Kränze auch entsprechende Ringe aus Metall oder Holz kaufen).

 

2.  Bereite die Trockenblumen vor, die du an den Kranz binden willst, indem du kleine Teile davon abschneidest – ich habe mich für zwei Blütenvarianten und eine Gräser-Komponente entschieden, für noch mehr Oster-Vibes könntest du auch Federn, Frühblüher oder Weidenkätzchen (aus dem Blumenhandel, wild stehen sie unter Naturschutz!) verwenden.

 
3. Nimm ein kleines Sträußchen, lege es an den Drahtring und umwickle es zwei-, dreimal eng mit weiterem Draht, fahre auf diese Weise mit den anderen Trockenblumen fort.
 
4. Achte darauf, dass die Blüten eng aneinander liegen, um einen möglichst kompakten Look zu erzielen.
 
5. Überschüssige Halme werden einfach immer weiter mit eingebunden, du kannst sie aber auch schon vorher auf ein paar Zentimeter kürzen.
6. Wenn du fast einmal rum bist mit den Blüten, nimm deinen Jutestrick oder eine farbige Kordel und umwickele damit den Raum zwischen „Anfang und Ende“ des Kranzes. Auf diese Weise verdeckst du die letzten überstehenden Halme und schaffst einen hübschen Abschluss. Schleife binden und fertig ist dein Oster-Kranz aus Trockenblumen!

 Die Trockenblumen, die ich für meinen Blumenkranz und auch für die anderen beiden Osterdeko-Projekte verwendet habe, sind übrigens eine Mischung aus selbst gesammelten Exemplaren und Trockenblumen von nobaddays.de. In dem kleinen Onlineshop aus Thüringen findest du eine gute Auswahl verschiedenster Blumen und Gräser, die sich auf vielfältige Weise miteinander kombinieren und richtig schön in Szene setzen lassen.

Zusatz-Tipp: Ich fand es schön, eine wiederkehrende Reihenfolge beim Binden einzuhalten. Auf diese Weise wirkt mein Kranz sehr ruhig und „aufgeräumt“. Wenn du es hingegen lieber wild magst, kannst du auch einfach so binden, wie es dir gerade in den Sinn kommt. Hier gibt es keine Regeln.

Macht sowohl hängend als auch liegend eine gute Figur: Oster-Kranz aus Trockenblumen

Das Osternest mit Wachteleiern und Trockenblumen

An dieser Stelle der Hinweis, dass ich durchaus weiß, dass (echte) Eier als Dekoration nicht für jeden Menschen vertretbar sind. Ich habe mich darum auch nur dafür entschieden, weil mein Schwager Wachteln besitzt und ich weiß, unter welchen Bedingungen diese Tiere leben.

Wie bereits erwähnt, sollte das Osternest ursprünglich von meinem kleinen Trockenblumenkranz umrahmt werden. Als ich diesen fertig gebunden hatte, stellte ich jedoch fest, dass Theorie und Praxis leider etwas zu weit auseinandergingen. Also improvisierte ich und siehe da: Ich finde, das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen.

Was du für das Osternest mit Wachteleiern brauchst

♥ Schale, Teller, Körbchen o. ä.

♥ Moos

♥ Trockenblumen, Gräser, Getreideähren, Federn o. ä. 

♥ Wachteleier

Ich habe als Basis für mein Osternest eine kleine Holzschale vom Flohmarkt verwendet. Du kannst aber genauso gut einen Teller, ein klassisches Körbchen oder was auch immer du zuhause hast, verwenden. Die Größe spielt dabei keine große Rolle und ist eher Geschmacks- beziehungsweise Platzsache.

Und so funktioniert's

1. Lege deine Schale, dein Körbchen, deinen Teller oder was auch immer mit Moos aus.

 

2. Stecke am Rand einen Kranz aus Trockenblumen und/oder -gräsern unters Moos, sodass die Blüten noch herausschauen.

 

3. Stecke zum Abschluss ein paar längere Gräser, Blumen oder Getreideähren unter das Moos.

 

4. Blase die Wachteleier vorsichtig (!) aus.

 

5. Spüle sie kurz mit Wasser aus und lasse sie trocknen.

 

6. Lege die Wachteleier auf das Moos.

Natürliche Osterdeko: Osternest mit Wachteleiern und Gräser-Deko

Der (nicht ganz) klassische Osterstrauß mit Trockenblumen und Packpapier-Eiern

So sehr mich der Deko-Geschmack meiner Mutter auch „geschädigt“ hat, in einer Sache gebe ich ihr uneingeschränkt Recht: Zu Ostern gehört ein schöner Osterstrauß!

Wie bereits erwähnt, habe ich in diesem Jahr den von 2020 recycelt und um ein paar (aus meiner Sicht) sehr hübsche Komponenten ergänzt.

Das „Grundgerüst“ meines Osterstraußes sind Buchenzweige, die ich letztes Jahr vom Waldboden aufgesammelt habe (frisch abbrechen find‘ ich etwas schwierig). On top gibt es eine Ladung Gräser und Trockenblumen – wieder teils aus „eigener Ernte“, teils von nobaddays.de.

Das grande finale bildet die obligatorische Osterdeko. In meinem Fall besteht sie aus zwei Vögelchen, die ich vor 100 Jahren mal bei Depot gekauft habe und Ostereiern aus Packpapier in Beige (aus dem Vorjahr) und Rosa.

Zusatz-Tipp: Die rosafarbenen Eier habe ich aus dem Verpackungsmaterial meiner no bad days-Lieferung gebastelt – ich finde ja, das ist Nachhaltigkeitslevel 58… mindestens!

Unkonventionell und schön: Osterstrauß aus Zweigen, Trockenblumen und Gräsern

Das komplette Ensemble fand schließlich sein Zuhause in einer Vase, die aus meiner Sicht nicht besser passen könnte. Ich liebe diesen „Kopf-Look“ (sorry für den skurrilen Ausdruck, mit fällt kein besseres Wort ein) schon bei Blumentöpfen und freue mich darum riesig, dass ich nun dank no bad days auch (Trocken-)Blumensträuße in einem solchen Modell drapieren kann. Mit der schlichten Farbe passt die Vase auf jeden Fall ganz hervorragend in unsere Wohnzimmereinrichtung und wird auch nach Ostern einen festen Platz auf dem Schrank haben. (So wie ich mich kenne, bleibt der Strauß einfach das ganze Jahr über stehen und ich nehme nur die Papier-Eier ab… wenn überhaupt…) 

Die Vase „Specked Face“ und andere echt tolle Modelle findest du im Shop von nobaddays.de.

Was du für die Packpapier-Eier brauchst

♥ Packpapier (gerne farbig, wenn du welches hast)

♥ Bleistift

♥ (Nagel-) Schere

♥ Nadel und Faden

♥ Kreide-Stift oder andere Stifte zum Bemalen (optional)

Und so funktioniert's

1. Schneide dir eine Eier-Schablone aus.

 

2. Zeichne die Eier in beliebiger Anzahl auf das Packpapier und schneide sie aus.

 

3. Verziere die Eier bei Bedarf mit weißer Kreidefarbe (so entsteht ein unaufgeregter Skandi-Style, wie ich finde). Alternativ kannst du auch andere Stifte verwenden, die du zuhause hast.

 

4. Fädele einen Bindfaden durch ein Nadelöhr und stich die Nadel oben durch das Papier-Ei.

 

5. Ziehe den Faden durch und verknote ihn, sodass du das Osterei aus Packpapier im Anschluss aufhängen kannst.

Das ist sie also: Meine Osterdeko 2021. Ich habe bewusst darauf geachtet, auf künstliche Materialien zu verzichten, das zu verwenden, was ich schon habe und viele natürliche Komponenten einzubinden. Die neu eingezogenen Dinge – die Vase und die Trockenblumen von no bad days – peppen das Ganze nochmal etwas auf, doch ich denke, alle drei Oster-DIYs würden auch prima mit Alternativen funktionieren.

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