Meine 5 ganz persönlichen Überlebensstrategien für‘s Home Office

Ich weiß, ich weiß – sonderlich originell ist es nicht, in Zeiten einer globalen Pandemie mit so etwas wie „Tipps für‘s Arbeiten im Home Office“ daherzukommen. Nichts von dem, was ich in diesem Beitrag schreiben werde, ist vermutlich nicht schon an anderer Stelle in diesem Internet aufgetaucht. Und nichts von dem, was ich dir rate, erhebt Anspruch auf das Prädikat „Lösung all deiner Probleme“. Warum ich diesen Text trotzdem schreibe? Weil ich das Gefühl habe, dass er mindestens einer Person helfen wird, besser mit ihrer aktuellen Situation klarzukommen. Das allein reicht mir schon als Antrieb. Also legen wir mal los…

Arbeiten im Home Office: Ganz normaler Alltag für mich

Das Arbeiten im Heimbüro ist für mich seit rund sechs Jahren ganz normaler Alltag. Nach dem Ende meines Studiums bin ich direkt in die Selbstständigkeit eingestiegen – und habe mir im Zuge dessen in meiner Erfurter Dachgeschosswohnung mein erstes „richtiges“ Büro mit Schreibtisch, Drehstuhl und Schränken eingerichtet.

Hier (und später dann in Eisenach) habe ich ein Freelance-Business aufgebaut, mehrere Blogs gelauncht, zwei Bücher geschrieben, an allerhand Projekten gefeilt und noch so einiges mehr gemacht. Kurzum: Ich weiß, wo der Home Office-Hase langläuft – und habe in den letzten sechs Jahren recht viel gelernt.

Die Quintessenz dessen möchte ich gern hier mit dir teilen. Hier kommen meine fünf ganz persönlichen Überlebensstrategien für‘s Home Office.

Strategie #1: Ordnung muss sein

Ich erlebe es immer wieder bei mir selbst: Äußeres Chaos führt zu innerem Chaos. Wenn mein Schreibtisch aussieht wie Kraut und Rüben (und jetzt mal unter uns: Das tut er ziemlich oft…), dann herrscht in meinem Kopf ein ganz ähnlicher Zustand.

Unordnung führt in meinem Fall dazu, dass ich unkonzentriert bin, gedanklich schnell abschweife, mich in Rekordzeit ablenken lasse und alles in allem sehr viel unproduktiver bin. Ziemlich blöd. Doch zum Glück kann ich ganz schnell etwas daran ändern: Ich räume einfach regelmäßig auf.

Immer dann, wenn ich merke, dass das Chaos am Arbeitsplatz Überhand nimmt und ich vor lauter Notizen, Stiften, Büchern und Co. kaum noch etwas von der weißen Tischplatte darunter sehen kann, ist Tabula Rasa angesagt. Ich räume ALLES weg, schwinge einmal den feuchten Lappen und richte meinen Arbeitsplatz dann wieder neu ein. Dabei wird natürlich alles aussortiert, was nicht zwingend auf dem Schreibtisch liegen muss.

Klingt ziemlich basic und ganz und gar nicht nach dem ultimativen Geheimtipp für‘s Home Office? Ich weiß, aber helfen tut es trotzdem. Darauf kommt‘s doch an, oder?

Strategie #2: Dress to impress

Ich habe im Laufe meiner Tätigkeit als freiberufliche Texterin schon häufiger Tipps rund um das Thema „Arbeiten im Heimbüro“ gegeben. Einer, der dabei nie fehlen darf: Zieh um Himmels Willen die Jogginghose aus, Martin!

Ja, okay. Wenn Home Office für dich bisher Neuland ist, dann kann es durchaus witzig sein, die ersten Tage (und Wochen) im Schlabber-Look am Küchentisch zu sitzen und dir eins ins Fäustchen zu lachen, weil niemand in der Zoom-Konferenz auch nur ansatzweise ahnt, dass du unten rum noch deinen Hello Kitty-Schlafanzug trägst. Doch sind wir mal ehrlich: Fühlt sich das wirklich so gut an, wie du immer behauptest? Oder ist es vielleicht doch der „Anfang vom Ende“?

Ich halte es für einen Fehler, sämtliche Dresscode-Regeln über Board zu werfen, nur weil du zum Arbeiten nicht ins Büro fährst. Darum gilt für mich ganz klar die Maxime: Dress to impress – und zwar in erster Linie mich selbst. (Interessiert auch sonst meist niemanden, was ich im Home Office trage…)

Ein bequemes Kleid, eine weite Bluse kombiniert mit Leggings… Es gibt viele Wege, sich im Home Office „dem Anlass entsprechend“ und trotzdem komfortabel zu kleiden. Für mich ist der Unterschied zur Jogginghose riesig – erst recht, wenn ich mich nicht nur in Sachen Outfit etwas herausputze, sondern auch ein leichtes Make-Up auftrage und meine Haare in Form bringe.

Das mag alles schrecklich oberflächlich klingen, doch ich rate dir: Probier es einfach mal ein paar Tage lang aus und beobachte, wie es sich für dich anfühlt. Für den maximalen „Wohlfühl-Charakter“ ist es natürlich wichtig, dass du dich auf keinen Fall verbiegst oder verkleidest. Wenn du auch im Büro niemals Bluse und Hosenanzug tragen würdest, ist es sinnlos, damit im Home Office anzufangen. Gleiches gilt für aufwändige Hochsteckfrisuren, kunstvolle Make-Up-Kreationen und Co.

Strategie #3: Bleibe in Kontakt

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Soziale Isolation ist – egal ob während einer Pandemie oder nicht – der unumstrittene Endgegner im Home Office. Ich weiß, wovon ich rede: So mancher Arbeitstag ist zäh wie Kaugummi, wenn man zwischendurch niemanden zum Schnacken hat.

Darum ist es mir inzwischen extrem wichtig, bewusst das (digitale) Miteinander zu suchen. Ich verabrede mich zu Lunch-Dates via Skype, plane Telefonate mit Freundinnen ein oder melde mich für Veranstaltungen an, bei denen fachlicher Austausch und Input im Vordergrund stehen (meine liebste Adresse hierfür ist die Thüringer Agentur für Kreativwirtschaft, kurz: THAK).

Strategie #4: Bleibe in Bewegung

Nicht erst seit meiner zweiten Schwangerschaft stelle ich immer wieder fest: Ich bewege mich im Home Office viel zu wenig – und das tut mir echt nicht gut. Rückenschmerzen, Konzentrationsstörungen, Müdigkeit – klingt alles wenig spaßig und ist es auch nicht.

Darum achte ich seit ein paar Wochen ganz bewusst darauf, mich mehr im Heimbüro zu bewegen und hierfür entsprechende Pausen einzuplanen. Wie genau mir das gelingt, habe ich an anderer Stelle im WWW bereits aufgeschrieben. Einmal bitte hier entlang, wenn du den Artikel lesen möchtest.

Meine persönliche Faustregel besagt: Alle zwei Stunden eine (längere) Pause für Bewegung einlegen.

Strategie #5: Immer wissen, was ansteht

Kennst du diesen Moment, wenn du dich morgens an deinen Schreibtisch setzt und erst einmal nicht die leiseste Ahnung hast, was du jetzt tun sollst? Keine Sorge, mir geht es auch regelmäßig so – und ich hasse es.

Damit ich das Maximale aus meinem Arbeitstag im Home Office rausholen kann und nicht erst zig Minuten damit verplempern muss, mich zu sortieren, ist es mir wichtig, immer einen (groben) Überblick zu haben. Ja, auch im Home Office ist Organisation das A und O!

Wie genau ich meinen (Arbeits-) Alltag organisiere, verrate ich gerade in einer Content-Reihe auf Instagram. In meinen Story-Highlights findest du den #orgadienstag mit allen Inhalten, die ich dazu bisher veröffentlicht habe.

So viel an dieser Stelle: Ohne meinen Filofax und meine Wochenplanung würde ich vermutlich untergehen. Beides hilft mir dabei, innerhalb von wenigen Sekunden zu erfahren, was alles ansteht und was ich als nächstes erledigen sollte. Für mich ist das die wichtigste Basis für ein entspanntes, ruhiges und vor allem produktives Arbeiten im Home Office.


Fragst du fünf Leute, wie sie es schaffen, im Home Office zu „überleben“, wirst du vermutlich fünf verschiedene Antworten bekommen. Jede:r macht im Heimbüro andere Erfahrungen und jede:r geht anders mit den Herausforderungen und Fallstricken um. Wie ich es mache, weißt du ja nun.

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