9 Gründe, warum ich auch im Winter wandern gehe

[Kooperation: Dieser Beitrag ist in freundlicher Zusammenarbeit mit Touringen entstanden]

Wenn ich gerade aus dem Fenster blicke, dann sehe ich das dunkelgraue Wolkenkleid, das sich der Himmel angezogen hat und vereinzelte Regentropfen, die an der Scheibe herunterlaufen. An die frostigen Temperaturen der letzten Tage erinnert maximal noch das Streusalz auf den Gehwegen und ich komme nicht umhin, mir zu denken: „Schade, eigentlich!“ Denn der Winter kann doch so schön sein. So wie am letzten Sonntag, als knackig-kalte Minusgrade und ein strahlend blauer Himmel nach draußen lockten. Eine solche Einladung kann ich nicht ausschlagen – denn das Wetter war absolut perfekt für eine kleine Winterwanderung.

Warum ich es auch bei eisigen Temperaturen nur empfehlen kann, wandern zu gehen, verrate ich dir in diesem Beitrag.

#1 Vitamin D-Produktion

Der Winter ist nicht nur die kalte, sondern auch die dunkle Jahreszeit. Wenn es spät hell und früh wieder dunkel wird und wir dazwischen meist in geschlossenen Räumen sitzen, haben wir nur wenige Gelegenheiten, etwas Tageslicht zu ergattern. Dieses ist jedoch zwingend notwendig für die Produktion von Vitamin D, das wiederum wichtig für viele Prozesse in unserem Körper ist. Also: Raus mit dir und ab auf den Wanderweg! Das gilt übrigens auch bei Bewölkung, denn auch dann kann der menschliche Körper Vitamin D produzieren und speichern.

Im Winter gilt es, jeden Sonnenstrahl einzufangen.

#2 körperliche und geistige Gesundheit

Keine Frage: Wandern ist Sport und Sport ist gut für unsere Gesundheit – sowohl die physische als auch die psychische! Ich merke es immer wieder an mir selbst, wie gut es meinem Körper und meinem Geist tut, wenn ich im Winter wandern gehe und frischer Sauerstoff all meine Zellen durchflutet.

Ob nun Stärkung des Immunsystems, Vorbeugen einer Winterdepression oder moderates Herz-Kreislauf-Training – der gesundheitliche Benefit vom Winterwandern ist gigantisch!

Selbst mit abklingendem grippalem Infekt ist Wandern im Winter einfach eine Wohltat! Mir ging es hinterher so viel besser.

#3 schlafende Natur

Egal, ob Schnee liegt oder nicht – ich habe in den letzten Jahren eine regelrechte Obsession dafür entwickelt, mir die Natur im Winter ganz genau anzuschauen. Früher dachte ich immer: Ach, alles tot, alles langweilig! Doch inzwischen weiß ich: Langweilig und tot ist hier gar nichts. Die Natur ist in einen Dornröschenschlaf verfallen und wartet nur darauf, vom Frühling wachgeküsst zu werden.

Ich liebe es, beim Wandern kleinste Details zu entdecken und meine Beobachten mit anderen zu teilen. Könnte sein, dass ich meinen Mitmenschen damit beinahe schon auf die Nerven gehe – but I don‘t care 😀

Das letzte Laub klammert sich hartnäckig an den Ästen fest, während das Sonnenlicht durchschimmert.

#4 Wanderwege (fast) für dich allein

Ich finde es großartig, dass das Wandern in den letzten Jahren auch bei Leuten meiner Altersklasse „angekommen“ ist – doch ehrlich gesagt nervt es mich manchmal doch sehr, dass man selbst in den entlegensten Winkeln gewisser Wanderregionen scheinbar nie allein ist.

Im Winter ist das ganz anders, denn sobald die Temperaturen unter 10 Grad rutschen, trennt sich die Spreu vom Weizen und die meisten Schönwetterwander:innen widmen sich anderen Aktivitäten. Ich begrüße das außerordentlich, denn tatsächlich mag ich es sehr, einen Wanderweg mal ganz für mich allein zu haben.

Im Winter sind die beliebten Wanderwege bei weitem nicht so belagert wie zu anderen Jahreszeiten.

#5 Entdecken und erkunden

Ob nun im Frühling, Sommer, Herbst oder Winter – eine Wanderung ist für mich auch immer eine Entdeckungstour. Auf zu neuen Abenteuern, abseits der bekannten Routen wandern, Unbekanntes sehen, Überraschendes erleben – ich liebe es, die Region vor meiner Haustür immer wieder aus anderen Perspektiven zu betrachten und dabei auch nach über 30 Jahren als eingefleischte Thüringerin Ecken in diesem Bundesland zu finden, die ich vorher nicht kannte und die mich in Staunen versetzen.

Die Hefte von Touringen: hinten das Kidsheft, vorn das Tourenheft, nicht im Bild: das Stempelheft

Ein „Tool“, das mir hierbei neuerdings behilflich ist, sind die Stempelhefte von Touringen. Das Tourenheft bietet nicht nur Platz für alle 221 Stempel, sondern stellt auch die unterschiedlichen Wanderungen, auf denen die Stempelstellen passiert werden, detaillierter vor – perfekt für Leute wie mich, die viel wandern und immer auf der Suche nach neuer Inspiration sind. Für meine beiden Mädels habe ich außerdem das Kidsheft. Hierin finden Familien kindgerechte Routen wie Erlebnispfade und Wanderungen, die zu tollen Attraktionen führen. Ergänzt wird das Ganze durch kleine Spielereien wie Ausmalbildchen, Waldbingo und Rätsel.

Kinder ab 3 Jahre lassen sich mit den Stempelheften prima zum Wandern motivieren.

Die Touringen-Hefte helfen nicht nur dabei, Thüringen auf seinen zahlreichen Wanderwegen (neu) zu entdecken. Sie sind außerdem auch die perfekte Motivation an Tagen, an denen die Lust aufs Wandern vielleicht nicht ganz so groß ist – denn das Gefühl, wenn man einen neuen Stempel in sein Heft drückt, ist einfach großartig und macht schnell süchtig 😀

Und wieder ein Stempel mehr! Wir waren an diesem Tag auf dem Erlebnispfad Silberborn in Berka v. d. Hainich unterwegs.

Du bekommst die Hefte in zahlreichen Tourist-Informationen und Besucherzentren im Freistaat sowie in den Service Centern von TA und TLZ. Eine gute Übersicht und weitere Infos findest du hier.

#6 Diese Stille…

Weniger Menschen und eine Natur im Winterschlaf sorgen dafür, dass ich beim Winterwandern im wahrsten Sinne des Wortes zur Ruhe komme. Ich liebe, liebe, liebe die Stille um mich herum, die meinen Gedanken den nötigen Raum gibt, um sich abseits des Alltagsstresses endlich mal wieder voll entfalten zu können. Selbst wenn ich allein wandern gehe, bleiben die Kopfhörer in der Regel bewusst zuhause.

#7 Alles anders

Ein weiterer Grund, warum ich das Wandern im Winter so sehr liebe, ist der Umstand, dass zu dieser Jahreszeit selbst Routen, die ich quasi im Schlaf beherrsche, völlig anders sind und mir eine unverhoffte Abwechslung bieten. Dieser Effekt verstärkt sich natürlich exorbitant, sobald ein bisschen (oder auch ein bisschen mehr) Schnee gefallen ist.

Pfannen und Holz für die benachbarte Feuerstelle

#8 Tanz der Endorphine

Im Winter ist es nichts Ungewöhnliches, wenn sich die Sonne wochenlang nicht hinter den Wolken vorkämpfen kann und ein Tag grauer als der andere ist. Doch irgendwann ist selbst die längste Schlechtwetterperiode vorbei, die Wolkendecke reißt auf, der Himmel präsentiert sich in strahlendem Blau und die Sonne tut ihr Übriges.

Für mich gibt es kaum etwas Schöneres, als an einem solchen Tag die Wanderschuhe zu schnüren – ich schwöre auf meine Winterwanderstiefel von Lowa (Affiliate) – und zu fühlen, wie die Endorphine in meinem Körper einen Freudentanz vollführen.

Winter at its best!

#9 Aussicht auf Belohnung

Ob nun der warme Kakao nach einer anspruchsvollen Schneewanderung im Thüringer Wald oder die Aussicht aufs kuschelige Sofa nach einem sportlichen Spaziergang bei Minusgraden – die Belohnung am Ende einer Winterwanderung gehört einfach dazu und ist auch ein (nicht unwesentlicher) Grund dafür, warum ich den inneren Schweinehund auch in der kalten Jahreszeit regelmäßig überwinde.

Du siehst: Die Gründe, die fürs Winterwandern sprechen, sind vielfältig und lassen keinen Platz mehr für lahme Ausreden. Also ab nach draußen mit dir!

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