Businessfoto Tipps ♡ Darauf musst du achten bei einem Business-Fotoshooting

Vor ein paar Wochen hatte ich zusammen mit der großartigen Christin von Goldine Fotografie ein Fotoshooting im Erfurter Krämerloft. Mein Wunsch: Anlässlich meines 5. Firmenjubiläums möchte ich gern neue Businessfotos von mir haben.

Nicht in der strahlend weißen Bluse und auch nicht in der typischen bossy Power-Pose mit verschränkten Armen und stolzem Blick nach vorn, sondern meiner Persönlichkeit entsprechend, nach meinen Vorstellungen und so, dass ich die Bilder am Ende auch wirklich gern zeige.

Wenn ich mir die Ergebnisse des Shootings so anschaue, dann haben Christin und ich echt gute Arbeit geleistet. Christin natürlich, indem sie wundervolle Fotos von mir geschossen hat und ich, indem ich mich bestmöglich auf das Shooting vorbereitet habe. Denn gute und individuelle Businessfotos sind keinesfalls ein Produkt des Zufalls.

Meine Tipps für richtig gute Businessfotos

In diesem Beitrag möchte ich dir verraten, welche Tipps und Tricks ich mir in den letzten Jahren angeeignet habe. Denn das Shooting mit Christin von Goldine Fotografie aus Erfurt war nicht mein erstes im Business-Kontext und dementsprechend groß ist mein Erfahrungsschatz mittlerweile.

Die:den richtige:n Fotograf:in finden

 Ob ein Fotoshooting gut wird, hängt meiner Meinung nach schon von der richtigen (beziehungsweise falschen) Wahl der:des Fotograf:in ab.

Ich hatte wie gesagt inzwischen schon mehrere Shootings mit unterschiedlichen Fotografinnen und Fotografen und kann zum Glück sagen, dass ich mich immer für die richtige Person entschieden habe. Doch das ist natürlich keine Selbstverständlichkeit. Bei der Wahl der:des Fotograf:in kommt es insbesondere auf diese beiden Aspekte an:

→ Der Stil: Jede:r Fotograf:in hat einen ganz eigenen Stil, den ich als zu fotografierende Person niemals in Frage stellen würde. Gerade weil die Auswahl so groß ist, stehen die Chancen sehr gut, dass du genau die „Art“ von Fotografie findest, die du dir für deine Bilder wünschst. Es lohnt sich also, die Augen offen zu halten und verschiedene Fotograf:innen „abzuchecken“. Instagram wird dir hierbei eine große Hilfe sein.

→ Die Person „an sich“: Ich habe bisher nur mit Fotograf:innen gearbeitet, die ich bereits im Vorfeld kennengelernt habe – und werde diese „Strategie“ wohl auch in Zukunft beibehalten. Mir ist es nämlich wichtig, nicht nur auf der professionellen Ebene mit meinem Gegenüber auf einer Wellenlänge zu sein, sondern auch persönlich. Gerade dann, wenn du dich vor der Kamera eher unwohl oder unsicher fühlst, kann es einen erheblichen Unterschied machen, mit eine:r Fotograf:in zu arbeiten, die:den du bereits kennst. Pro-Tipp: Wenn ihr miteinander lachen könnt, ist der Rest ein Selbstläufer.

Foto: Sandy Schulz

Konkrete Vorstellungen notieren & veranschaulichen

Sich einfach mal treffen und schauen, was beim Shooting so rum kommt? Kann man machen – ist aber eher so semi-optimal, wenn du möchtest, dass deine Businessfotos so richtig gut werden.

Im Laufe der letzten fünf Jahre, in denen ich insgesamt sechs Businessshootings hatte, habe ich gelernt: Wer seine Vorstellungen genau formulieren oder – noch besser! – sogar vorzeigen kann, der ist seinen Traumfotos schon ein gewaltiges Stück näher.

Für mich bedeutet das vor jedem Foto-Termin: Hinsetzen und Hausaufgaben machen.

In Vorbereitung auf das Shooting frage ich mich, wie die Fotos am Ende aussehen sollen. Je detaillierter die Antwort ausfällt, desto besser. Darum setze ich mich mitunter mit recht „kleinteiligen“ Aspekten der Bilder auseinander, wie zum Beispiel:

→ Welche Posen finde ich gut bzw. doof? Für mich ist z.B. der „Klassiker“ – Hände vor der Brust verschränkt und an einer Glasfassade lehnend straight in die Kamera gucken – ein No-Go.

→ Welche Stimmung sollen die Bilder transportieren? Businessfotos müssen nicht zwangsläufig todernst sein. Sie dürfen gern auch Kreativität, Humor und Leidenschaft vermitteln.

→ Wie möchte ich auf den Fotos wirken? Eine ganz entscheidende Frage, die man in meinen Augen keinesfalls unterschätzen darf – Stichwort #PersonalBranding!

→ Welcher „Look“ gefällt mir bei Businessfotos? Viele Businessfotos sind betont „clean“ und schnörkellos – nicht jeder mag jedoch diesen typischen Look und die Aussage, die dahinter steckt.

Foto: Dominik Saure

Mein Tipp: Beim letzten Shooting habe ich erstmals Pinterest für eine Art Mood Board und Ideensammlung genutzt. Hierfür habe ich mir eine extra Pinnwand angelegt und verschiedene Fotos gepinnt, bei denen mir beispielsweise Posen, Bildideen, Aufbau, Stimmung oder der gesamte Look gefallen haben. Denkbar ist außerdem, zusätzlich Bilder zu pinnen, die einem NICHT gefallen. Somit kannst du deine:r Fotograf:in auch Negativ-Beispiele zeigen, um deine Vorstellungen vom Businessshooting zu konkretisieren.

Den Zweck der Bilder definieren

Brauchst du Fotos für deine neue Webseite? Möchtest du ein spezielles Produkt oder eine Dienstleistung damit bewerben? Sollen die Bilder auf Weihnachtskarten gedruckt werden, die du an deine Kunden verschickst?

Bevor du dich in das Business-Shooting stürzt, solltest du dir (auch) überlegen, für welchen Zweck du die Bilder nutzen möchtest. Denn dieser hat einen großen Einfluss auf das finale Ergebnis – angefangen bei der Bildsprache über den Stil der Bearbeitung bis hin zum Format der Bilder.

Die Fotos von meinem letzten Shooting mit Goldine möchte ich zum Beispiel in erster Linie für meine Instagram-Präsenz nutzen. Ich habe aber u.a. auch schon welche extra für meine Webseite und mein Buch „Glücksorte in Erfurt(Affiliate) machen lassen.

Foto: Dominik Saure

Die richtige Location finden

Newsflash! Businessfotos müssen nicht zwangsläufig vor weißen Wänden oder verglasten Fassaden aufgenommen werden. Sie können auch im botanischen Garten entstehen. In deinem Lieblingscafé. Mitten im Wald. Oder wie in meinem aktuellen Fall: Im liebsten Coworking-Space mit herrlichem Industrieloft-Charakter.

Ich bin ein großer Fan von Businessfotos, die an eher ungewöhnlichen Orten entstehen – einfach weil eine Location einem Foto so viel Tiefe, Ausdruck und Stärke verleihen kann. Ich liebe das und rate dir, dir genau zu überlegen, wo dein (Business-)Fotoshooting stattfinden soll.

Hier ein paar Tipps, die dir hoffentlich bei der Auswahl des perfekten Ortes behilflich sind

Foto: Sandy Schulz

Wähle eine Location, an der du dich (auch privat) sehr wohlfühlst.

→ Wähle eine Location, die deine Persönlichkeit/deinen Beruf widerspiegelt.

Wähle eine Location, die bewusst mit Gegensätzen spielt und nutze diese für spannende Bilder.

Wähle eine Location aus, die wandelbar ist. Je mehr unterschiedliche „Sets“ ihr für das Shooting findet, desto besser.

Meine Top 3-Fotolocations in Erfurt für spannende Businessfotos:

→ Platz #3: Oma Lilo: modernes Café in der Brühlervorstadt

→ Platz #2: Pflanzenschauhäuser im Egapark: tropisches Feeling für Naturliebhaber (aktuell geschlossen wegen BUGA-Umbaumaßnahmen)

→ Platz #1: Krämerloft: Coworking Space mit viel Industrie-Charme und unzähligen Möglichkeiten

Die passenden Details auswählen

Bei der Businessfotografie geht es anders als bei der Portraitfotografie nicht allein um deine Person, sondern auch – und vor allem – um dein berufliches Tun. Das bedeutet im Umkehrschluss: Du bist nicht der alleinige Star vor der Kamera, sondern darfst – und musst – dir Verstärkung suchen.

Welche „Accessoires“ für dein Businessshooting nötig und sinnvoll sind, hängt natürlich stark von deiner Tätigkeit ab. In meinem Fall sind das:

  • mein Laptop
  • mein Smartphone
  • mein Notizbuch
  • mein Terminplaner
  • Stifte
Kurz und knapp: Alles, was ich fürs Arbeiten benötige, darfmit auf die Bilder und als Requisiten für meine Businessfotos herhalten. Unterstützung erhalten die Essentials von Nebendarstellern wie meiner Trinkflasche, Kopfhörern und einem Apfel. Erlaubt ist, was gefällt.

Foto: Konstanze Wutschig

Mein Tipp: Achte auf Details, denn vermeintliche Kleinigkeiten können den Gesamteindruck deiner Bilder stark beschädigen. Ich zum Beispiel habe die beiden Stifte, die ich normalerweise am liebsten für meine Notizen nutze, durch einen anderen, weniger favorisierten ausgetauscht. Der Grund: Meine Lieblinge sind blau und hätten so gar nicht in das Farbschema meiner Wunschbilder gepasst. Anders bei dem Alternativ-Stift, der in neutralem Beige daherkommt.

Und gleich noch ein (extrem wichtiger!) Tipp: Nutze deine Arbeitsmaterialien wie „in echt“ während des Fotografierens. Glaube mir: Man kann sofort erkennen, ob du wirklich etwas auf deinem Laptop/Smartphone schreibst oder nur so tust.

Das perfekte Outfit finden

Puuuhhhhh… ich glaube, nichts ist so schwierig wie eine Antwort auf die Frage „Was ziehe ich für ein Business-Shooting an?“ zu finden.

Auch ich tue mich damit immer wieder aufs Neue schwer. Doch im Laufe der Zeit habe ich mir auch hierfür ein paar Strategien zurecht gelegt, die gut funktionieren:

→ Am wichtigsten ist es, dass du dich in deinem Outfit wohlfühlst – und zwar im Stehen, im Sitzen, im Liegen, im Laufen, im Springen… einfach in jeder Aktion und Situation.

Dein Outfit sollte deine Persönlichkeit unterstreichen. Verkleide dich nicht, um etwas oder jemanden darzustellen, das/der du nicht bist.

→  Vorsicht vor Overdressing! Wenn du im Normalfall nie in Bluse und Highheels arbeitest, ergibt es nur wenig Sinn, diese Teile für dein Business-Shooting anzuziehen. Hier gilt quasi das gleiche wie für die „Requisiten“. Wähle aus, was du auch „in echt“ tragen würdest. Diese Regel beantwortet auch die Frage: „Businessfoto mit oder ohne Krawatte?“

Keep it simple. Ich habe gelernt, dass die einfachen Outfits die besten sind. Solide, ohne Schnickschnack, auf das Wesentliche beschränkt.

Keep it special. Trotzdem darf es auch ein kleines bisschen speziell sein. Ein besonderes Schmuckstück, ein paar Schuhe als Eyecatcher… wenn du ein „signature piece“ besitzt, sollte es unbedingt mit auf deine Business-Fotos kommen, um den Wiedererkennungswert zu steigern.  (Meins ist definitiv die geblümte Jacke, die ich inzwischen schon bei drei Shootingns an hatte…)

Foto: Christin Schreiter

Mein Tipp: Beim letzten Business-Fotoshooting, das ich hatte, habe ich zum ersten Mal zwei Outfits vorbereitet – und es nicht bereut! Mein Ziel war es, noch mehr Varianz in die Bilder zu bringen – und ich denke, das ist mir auch gelungen. Gerade dann, wenn die Location, für die du dich entschieden hast, sehr vielseitig ist, lohnt es sich, mindestens ein weiteres Outfit einzupacken. Beim Shooting mit Christin haben wir beide gemerkt, dass eine Einstellung mit Outfit A nicht so wirklich „funktioniert“ hat, mit Outfit B dafür umso besser.

Fazit: Vorbereitung ist das A und O

Denke ich zurück an meine ersten Business-Fotoshootings, dann bin ich extrem unvorbereitet und fast schon ein bisschen naiv an diese herangegangen. Ich dachte damals: Irgendwie werden schon die Bilder dabei herauskommen, die ich in meinem Kopf habe. Wie genau das funktionieren sollte, wenn ich meine Wünsche weder für mich noch für den oder die Fotograf:in zum Ausdruck bringen konnte, ist mir noch heute ein Rätsel.

Im Laufe der fünf Jahre, die ich nun schon selbstständig bin, habe ich gelernt, mir im Vorfeld eines Shootings Gedanken zu machen und diese auch entsprechend zu kommunizieren. Das Ergebnis: Businessfotos, die meine Persönlichkeit perfekt abbilden und mit denen ich einfach nur super glücklich bin.

Ich kann es dir also nur empfehlen, deine Traum-Bilder nicht dem Zufall zu überlassen.

Foto: Christin Schreiter

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